inContAlert
Meilensteine06.09.2023· 6 Min. Lesezeit

Disruption im Bereich Inkontinenz: MedTech-Startup inContAlert sichert sich 1,5 Millionen Euro

Das MedTech-Startup inContAlert mit Sitz in Bayreuth hat seine Pre-Seed-Finanzierungsrunde über insgesamt 1,5 Millionen Euro erfolgreich abgeschlossen. Die Runde wird von High-Tech Gründerfonds, Bayern Kapital und Carma Fund angeführt, begleitet von renommierten Business Angels aus dem Bereich der Medizintechnik.

Allein in Deutschland könnten 2,2 Millionen Menschen von der Technologie profitieren. Das Startup entwickelt eine sensorbasierte Lösung zur Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit Inkontinenz. Der Sensor wird nicht-invasiv zwei Fingerbreit über dem Schambein positioniert und erfasst kontinuierlich Daten zur Blasenaktivität. Diese Daten werden mittels Machine-Learning- und Deep-Learning-Algorithmen analysiert, während eine eigene mobile App Einblicke in optimale Zeitpunkte für die Blasenentleerung gibt und rechtzeitig benachrichtigt, wenn ein vordefinierter Füllstand erreicht ist.

Die Technologie von inContAlert richtet sich in erster Linie an Patientinnen und Patienten mit neurogenen Blasenfunktionsstörungen, etwa infolge von Querschnittlähmung, Multipler Sklerose, Blasenkrebs oder Parkinson. Perspektivisch könnte die Technologie auch Kindern mit Bettnässen helfen. Durch den Fokus auf bedarfsgerechte Entleerung kann die Abhängigkeit von Windeln oder Kathetern potenziell verringert und zugleich das Risiko von Harnwegs- und Nierenschäden gesenkt werden.

Das Investment fließt in weitere Studien, die Erlangung der CE-Kennzeichnung als Medizinprodukt und die Vorbereitung des Markteintritts.

Die Originalmeldung enthält zudem Statements von Dr. Jannik Lockl, Jakob Lilienweiss vom HTGF, Markus Mrachacz von Bayern Kapital und Christian Leikert vom Carma Fund zu Lebensqualität, Versorgungseffizienz und den Fähigkeiten des Gründungsteams sowie ausführliche Hintergründe zu den einzelnen Investoren.

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