Forschungsstudie veröffentlicht: „Entwicklung eines tragbaren Monitoring-Systems für Patienten mit neurogener Funktionsstörung des unteren Harntrakts (NLUTD)“
Dr. Jannik Lockl, CEO und Mitgründer von inContAlert, und seine Forschungskollegen vom FIM Forschungsinstitut, Claudius Jonas, Robin Weidlich und Prof. Dr. Maximilian Röglinger, veröffentlichten ein Forschungspapier im renommierten European Journal of Information Systems.
Der zunehmende Einsatz von Internet-of-Things-Systemen im Gesundheitswesen eröffnet neue Möglichkeiten, physiologische Parameter in Echtzeit zu überwachen. Diese Studie konzentriert sich auf Patientinnen und Patienten mit neurogener Funktionsstörung des unteren Harntrakts, die aufgrund von Erkrankungen wie Parkinson, Multipler Sklerose, Blasenkrebs oder Querschnittlähmung kein Gefühl für ihre Blase und keine Kontrolle über ihr Blasenmanagement haben.
Die Studie entwickelt einen Satz von Designprinzipien für tragbare IoT-basierte Gesundheitsmonitoring-Systeme und evaluiert diese durch Workshops mit Expertinnen und Experten für Gesundheitstechnologie, Interviews mit Patienten und Ärzten, eine prototypische Softwarearchitektur sowie eine Feldstudie mit Patienten. Der daraus entstandene Prototyp zeigt, dass sich Informationen über den Blasenfüllstand mithilfe von Infrarotsensoren in Kombination mit sekundärer Sensorik gewinnen lassen.
Die Ergebnisse verdeutlichen die Probleme von Patienten mit neurogener Blase, die ihre Blase aufgrund fehlenden Gefühls nur schwer rechtzeitig entleeren können. Das tragbare IoT-System ermöglicht nicht nur ein präzises Monitoring, sondern hilft auch, das Patientenverhalten positiv zu beeinflussen und das System in den Alltag zu integrieren.
Den vollständigen Artikel lesen Sie hier: https://doi.org/10.1080/0960085X.2023.2283173
Ethikvotum erteilt durch die Ethikkommission der Universität Bayreuth unter der Nummer Az.O 1305/1 – GB. Diese Studie ist im Deutschen Register Klinischer Studien unter DRKS00026995 registriert.
