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Forschung25.01.2023· 2 Min. Lesezeit

Near-Infrared Spectroscopy for Bladder Monitoring: A Machine Learning Approach

Dr. Jannik Lockl und Pascal Fechner veröffentlichten ein wissenschaftliches Papier über die Entwicklung und erfolgreiche Erprobung einer innovativen Alternative zur herkömmlichen Katheterisierung. Im Fokus dieser Forschung stand die Entwicklung eines Modells für individualisiertes Blasenvolumen-Monitoring, das das Leben von Millionen von Patientinnen und Patienten verbessern könnte.

Menschen mit neurogener Blasenfunktionsstörung haben kein Gefühl für ihre Blase oder deren Füllstand. Um eine Überdehnung und langfristige Schäden der Harnwege zu vermeiden, ist die Goldstandard-Behandlung der saubere intermittierende Katheterismus in vordefinierten Intervallen. Dieser Zeitplan berücksichtigt jedoch nicht das tatsächliche Blasenvolumen, sodass häufiger katheterisiert wird als nötig.

Im Rahmen des Design-Science-Research-Prozesses wurde das neu entwickelte Modell durch Interviews mit betroffenen Patienten, Prototyping und die Anwendung auf einen realen In-vivo-Datensatz evaluiert. Anhand erfasster Sensordaten wie Nahinfrarotspektroskopie und Beschleunigung konnten die Autoren das Blasenvolumen mit einer Genauigkeit von 116,7 ml mittlerem absoluten Fehler vorhersagen.

Die vielversprechenden Ergebnisse zeigen das Potenzial der Technologie, das Blasenmanagement zu verbessern, invasive Katheterisierung zu reduzieren und den Einsatz von Hilfsmitteln sowie die Unterstützung durch Pflegekräfte zu verringern.

Den vollständigen Artikel lesen Sie hier: https://dl.acm.org/doi/10.1145/3563779

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